Das Stephen-King-Jahr 2013 2 von 4

Vor einigen Jahren, als Stephen King mit seiner Dunkler-Turm-Reihe abschloss, gab es Befürchtungen, der Meister würde sich zurücklehnen und nicht mehr so viel und vor allem nicht mehr so schnell schreiben und veröffentlichen. Von Rückzug war die Rede.

Stephen King in HamburgJetzt, im Dezember 2013, können wir glücklich berichten, dem ist ganz und gar nicht so.
Stephen King ist so aktiv wie zuvor. Mehr noch, zum ersten Mal traute er sich aus dem englischsprachigen Raum hinaus um seinen Roman Doctor Sleep zu bewerben. Mit fantastischen Folgen für seine europäischen Fans. Doch der Reihe nach. In insgesamt vier Teilen wollen wir euch über das Jahr 2013 berichten und einen Ausblick auf das kommende Jahr geben.

Teil 2 Das Sehen


FilmplakatWir hatten bereits von den literarischen Werken berichtet. Doch King ist nicht nur aufgrund seiner Geschichten bekannt. Seit Carrie 1976 wurde ein Großteil seines Schaffens mehr oder auch weniger erfolgreich adaptiert.

Carrie war auch eines der größten Ereignisse des Jahres. Als Remake der Originalverfilmung kam der Film im Oktober in die englischsprachigen Kinos. Seit Anfang Dezember lief der Film auch bei uns in den Lichtspielhäusern. Der Film bekam zwar nicht die allerbesten Kritiken, war aber verhältnismäßig erfolgreich an den Kassen und spielte seine Kosten mehr als zweimal wieder ein.

Die größere Überraschung im positiven Sinne war aber die Umsetzung eines Romans als Fernsehserie. Under the Dome brach einige Rekorde des amerikanischen Fernsehmarktes. Obwohl die Handlung teilweise enorm von Stephen Kings Vorlage abweicht, ist die Serie sehr erfolgreich. Eine Zweite Staffel wurde zeitgleich mit der Ausstrahlung der sechsten Folge bestellt und soll Mitte 2014 ausgestrahlt werden. In Deutschland wurde die erste Staffel von Pro Sieben gezeigt und hatte auch bei uns vergleichsweise passablen Erfolg.

Stephen King am Set von Under The Dome

Eine weitere Serie ist ebenfalls noch ganz gut unterwegs. SyFy’s Haven – welche zu Beginn sehr lose auf Kings Colorado Kid beruhte – lief in dritter und vierter Staffel über die amerikanischen Fernsehgeräte. In Deutschland muss man sich allerdings gedulden bis man die Übersetzung zu sehen bekommt.
Aber auch für Fernseh- und Filmschauer in Deutschland gab es ein paar Neuigkeiten:

  • Am 20. Juni erschien Stephen King’s Bag of Bones auf DVD.
  • Willa wurde von Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film in München als Dollarbaby umgesetzt.
  • The Dead Zone wurde komplett neu aufgelegt. Die sechs Staffeln gab es ab Januar diesen Jahres neu zu erwerben.

Neben den abgeschlossenen Werken gab es auch in diesem Jahr wieder unzählige Gerüchte über Projekte und Dreharbeiten. Alle aufzulisten wäre höchstwahrscheinlich zu ermüdend. Von daher eine kleine Auswahl:

  • A good marriage: Die Adaption der Kurzgeschichte Eine gute Ehe ist durch. Stephen King war auch am Drehbuch beteiligt und gab dem Resultat ein positives Urteil. Wir sind gespannt, wann wir das Ergebnis bestaunen können.
  • Cell: Die Adaption von Puls mit Samuel L. Jackson und John Cusack ist nach Finanzierungsschwierigkeiten am Anfang mittlerweile auf gutem Weg
  • The Stand: Schon sehr lange im Gespräch wurde es im Laufe des Jahres eigentlich recht konkret. Doch mittlerweile hat sich der designierte Regisseur wieder aus dem Projekt verabschiedet. Wir bleiben gespannt.
  • The Dark Tower: Bereits im Februar berichtete der deutsche Spiegel, dass die Frage der Finanzierung wohl geklärt wurde. Allerdings glauben wir weiterhin erst an eine Verfilmung, wenn es wirklich etwas zu sehen gibt.
  • Joyland: Wie bereits erwähnt, wurden die Filmrechte noch vor der Veröffentlichung des Romans veräußert.
  • Grand Central: Da mit Haven und Under the Dome zwei Serien erfolgreich im US-TV laufen, gibt es erste Pläne für neue Serien. Grand Central soll dabei sehr lose auf der Kurzgeschichte Die New York Times zum Vorzugspreis basieren.
  • Ebenso gibt es Pläne für eine Serie mit dem Titel Der Nebel, welche scheinbar von Dimension Films für den amerikanischen Fernsehmarkt produziert werden soll.

Darüber hinaus gab es Ideen und Gerüchte um Neuverfilmungen von Feuerkind, Popsy und anderen Zum Glück gab es scheinbar nichts über eine weitere Episode der Kinder des Zorns. Oder?

Gar nicht im Fernsehen, sondern auf der Bühne zu sehen waren auch mehrere Projekte. So war in Edinburgh The Shawshank Redemption im August auf dem dortigen Fringe Festival zu sehen.

Im September startete Dolores in der San Francisco Opera als 150-minütige Oper.

Ghost Brothers of Darkland County ist wohl eines der Projekte gewesen, dessen Entwicklung sich scheinbar endlos hinzog. Doch dann ging es mit dem Projekt von Stephen King und John Mellencamp ganz schnell und wurde noch Ende 2012 uraufgeführt. Mittlerweile ist es auf Tour durch die USA. Das Musical ist auch in Deutschland auf DVD erhältlich.

In Leipzig und Winterthur gab es KING zu sehen, ein Theaterprojekt des PENG!Palastes.

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